Sanddorn in Binz: Das vitaminreiche Superfood von der Ostsee

Sanddorn in Binz: Das vitaminreiche Superfood von der Ostsee

Leuchtend orange, reich an Vitaminen und tief verwurzelt in der Küstenregion: Sanddorn ist mehr als nur eine Beere - er ist ein echtes Naturwunder. Gerade im Herbst schmücken die Sträucher die Landschaft von Rügen, besonders rund um Binz, und laden zum Staunen, Verkosten und Genießen ein.

Was ist Sanddorn überhaupt?

Sanddorn (Hippophae rhamnoides) gehört zur Familie der Ölweidengewächse und wächst vor allem in den Küstenregionen Mecklenburg-Vorpommerns. In den sandigen Böden der Ostseedünen fühlt er sich besonders wohl - daher auch der Name. Die Pflanze ist robust, anspruchslos und ein natürlicher Vitaminbooster.

Erkennungsmerkmale:

  • Leuchtend orangefarbene, ovale Beeren
  • Silbrig-grüne, schmale Blätter
  • Dicht verzweigte Äste mit Dornen
  • Gelbe Blüten zwischen März und Mai

Wo wächst Sanddorn auf Rügen - und besonders in Binz?

Sanddornsträucher findest du auf ganz Rügen, besonders auf sandigen Küstenhängen und Dünen. Ein Highlight ist der Rügenhof Kap Arkona, wo du auf 3,5 Hektar verschiedene Sanddornsorten entdecken kannst - inklusive Ernte zum Mitmachen! Auch in der Nähe von Binz und auf Wanderungen entlang der Steilküste kannst du immer wieder Sanddorn in freier Natur finden.

Tipp:

Nicht jeder Strauch darf gepflückt werden - in Naturschutzgebieten ist das Ernten verboten. Außerhalb ist es in kleinen Mengen erlaubt.

Wann blüht und wann erntet man Sanddorn?

  • Blütezeit: März bis Mai (gelbe, unscheinbare Blüten)
  • Erntezeit: August bis Anfang Dezember - die orangefarbenen Beeren leuchten deutlich hervor

Ein praktischer Trick bei der Ernte: Ganze Zweige einfrieren und dann die Beeren einfach abschütteln - so vermeidest du die Dornen.

Warum ist Sanddorn so gesund?

Sanddorn ist ein echtes Powerpaket:

  • Bis zu 900 mg Vitamin C pro 100 g (Zitrone: max. 100 mg!)
  • Enthält zudem Vitamin E, B12, Beta-Carotin, Eisen, Calcium, Magnesium
  • Wirkt entzündungshemmend, immunsystemstärkend und zellschützend
  • Fördert Wundheilung, senkt Blutdruck und Cholesterin
  • Ideal für Kinder, Schwangere und bei Atemwegserkrankungen

Wofür kann man Sanddorn verwenden?

Die Beere schmeckt pur sehr sauer, eignet sich aber hervorragend für:

  • Säfte & Nektare (oft mit Apfel- oder Honigzusatz)
  • Sanddornöl & -pulver (für Saucen, Salate, Suppen)
  • Fruchtaufstriche, Gelees & Sirup
  • Sanddorn-Glühwein im Winter
  • Pflegeprodukte bei Haut- oder Zahnfleischproblemen

Sanddorn in der Genusswerkstatt by Robert Schindler

Im Rugard Thermal Strandhotel in Binz spielt Sanddorn eine kulinarische Hauptrolle. Robert Schindler, Chefkoch der Genusswerkstatt, nutzt die „Zitrone des Nordens“ für innovative Geschmackserlebnisse.

Kulinarische Highlights:

  • Fischgerichte mit Sanddornbutter
  • Süß-säuerliche Akzente in Saucen
  • Kreative Menüs mit regionalem Bezug

Ein Besuch lohnt sich - hier trifft regionale Küche auf Superfood-Trend.

Sanddornsterben - ein ungelöstes Rätsel?

Seit 2015 beobachten Experten das sogenannte Sanddornsterben. Sträucher verdorren plötzlich - Ursache ungeklärt. Pilze wurden vermutet, doch auch klimatische Extreme wie Dürren und Starkregen könnten Auslöser sein. Die Forschung läuft.

Fazit: Sanddorn - Binz’ goldene Beere

Ob in der Natur, auf dem Teller oder als Immunbooster: Sanddorn ist ein echtes Ostsee-Original. Vor allem in Binz kannst du die Pflanze entdecken, erleben und genießen - ganz gleich, ob du selbst pflücken willst oder dich im Restaurant verwöhnen lässt.

 

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